Der Anbau von Fair Trade Kaffee

13. Dezember 2011

Der Anbau von Fair Trade Kaffee

Auf den ersten Blick ist Fair Trade Kaffee teuerer. Allerdings ist die Geschichte, die hinter jeder einzelnen Kaffeebohne steckt, etwas ganz besonderes: Fair Trade Kaffee hilft armen Bauern aus wirtschaftlich benachteiligten Ländern, ein nahezu normales Leben in der dortigen Gesellschaft zu führen.




Wie wächst Kaffee?

Kaffee ist eines der wichtigsten Exportgüter der Welt. Die klimatischen Anforderungen des Kaffeestrauches verlangen Regen und warmes Klima, weshalb der Anbau vor allem in den regenreichen Höhenlagen der Tropen und Subtropen stattfindet. Die klimatischen Anforderungen liegen ausschließlich in Entwicklungs- und Schwellenländern vor, weshalb die Hauptproduzenten Brasilien und Vietnam, gefolgt von Indonesien, Kolumbien, Indien, Mexiko und Guatemala sind. Da diese Länder am Äquator liegen, bilden Sie zusammen den sogenannten Kaffeegürtel.
Die Kaffeepflanze ist sehr sensibel und befindet sich deshalb in der Schattenbauweise. Traditionell wächst die Pflanze zwischen großen Bäumen, die ihr Schatten spenden. Außerdem ist der Kaffeestrauch vor Wind geschützt, die Bodenfeuchtigkeit bleibt weiterhin hoch und die biologische Vielfalt schützt vor Schädlingen, was anders als bei einer Monokultur der Fall ist. Immer mehr Kaffeebauern gehen zur mechanischen Anbauweise in Plantagen über. Das Ernten geht zwar schneller, aber es kann leicht zu Erosionen, Reduzierung der Bodenfruchtbarkeit und zu Umweltschäden kommen. Denn der Anbau in Plantagen erfordert den intensiven Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden.

Kaffee Arabica und Kaffee Robusta

Den größten Teil der Kaffee-Produktion machen Kaffee Arabica und Robusta mit 99 Prozent der gesamten Kaffeesorten aus. Der Ertrag bei Kaffee Arabica ist gegenüber anderen Sorten sehr gering, was den hohen Preis begründet. Allerdings enthalten die Bohnen deutlich weniger Koffein und haben einen milderen Geschmack als Robusta. Der Anbau von Arabica findet vor allem in Mittelamerika, Südamerika, Äthiopien, Kenia und Uganda statt. Kaffee Robusta verdankt seinem Namen der Robustheit der Bohnen, weshalb sie auch in niedrigen Gebieten gut wachsen. In höheren Regionen sind die klimatischen Verhältnisse besser, weshalb die Bohnen besser und schneller gedeihen und weniger Arbeit in Anspruch nehmen. Das alles wirkt sich positiv auf dem Preis aus. Durch den hohen Säure-Anteil ist der Geschmack deutlich stark, nahezu bitter. Robusta kommt vor allem aus West- und Zentralafrika, Malaysia, Thailand und Vietnam. Arabica und Robusta kommen zudem aus Guatemala, Ecuador und Brasilien. Kaffee Arabica gibt es zudem als Schokolade.

Foto: Sergej Seemann – Fotolia

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