Der Kaffeeanbau weltweit und seine Auswirkungen auf die Umwelt

27. Januar 2014

Kaffeehandel

Kaffeepflanzen benötigen für ein ertragreiches Gedeihen ein bestimmtes natürliches Umfeld. Um die Ausbeute bei begrenzter Anbaufläche zu steigern, greifen die Erzeuger oftmals zu künstlichen Hilfsmitteln. Das bleibt nicht ohne Umweltfolgen.

Was Kaffeepflanzen brauchen und wo sie es finden

Zum Kaffeeanbau geeignete Gebiete müssen folgende Merkmale aufweisen:

  • Temperaturen: Die Durchschnittstemperaturen sollten 18 bis 25 Grad Celsius betragen
  • Wasser: Die Anbaugebiete sollten eine jährliche Niederschlagsmenge von 1500 bis 2000mm  aufweisen
  • Boden: Dieser sollte tiefgründig locker und damit luftdurchlässig sein, oben mit Humus angereichert, insgesamt pH-neutral bis leicht sauer
  • Sonne und Wind: Beides sollte maßvoll auftreten. Hecken und Schattenbäume bieten deshalb einen guten Schutz.

Diese Gebiete weisen das geeignete Klima auf:

  • Lage: zwischen den Wendekreisen, Mittel- und Südamerika, Karibik, Afrika, Südasien, Indonesien
  • Höhe: 300 bis 1200 Meter über dem Meeresspiegel

Maßnahmen mit Umweltfolgen

Während bei traditionellem Kaffeeanbau die Pflanzen im Schatten großer Bäume wachsen, werden beim Massenanbau die Bäume gerodet, um große Monokulturen unter freiem Himmel anzulegen. Das zerstört den natürlichen Lebensraum. Durch die fehlenden Bäume finden die Zugvögel keinen Unterschlupf, wodurch die Balance von Schädlingen und Nützlingen gestört wird. Stattdessen werden Pestizide zur Schädlingsbekämpfung und Herbizide zur Unkrautbekämpfung eingesetzt. Diese chemischen Substanzen lassen andere Pflanzen erkranken und die Bodenerosion zunehmen. Der tropische Waldbestand wird immer weiter reduziert, was Tieren ihren natürlichen Lebensraum nimmt.

Ökologischer Kaffeeanbau als Alternative

Beim Anbau von ökologischem Kaffee ist der Einsatz von Pestiziden verboten und werden Maßnahmen gegen die Bodenerosion getroffen. Es versteht sich von selbst, dass dieser Anbau weniger schädliche Einflüsse auf die Umwelt mit sich bringt. Leider beträgt der Anteil des ökologisch angebauten Kaffees bisher weniger als ein Prozent der Weltproduktion.

Ihre Möglichkeiten zur Einflussnahme

Sinkende Kaffeepreise am Weltmarkt setzen die Erzeuger unter Druck. Deshalb wird es von heute auf morgen auch hier keine sofortige Rückkehr zu überwiegend traditionellen Anbaumethoden geben. Darum ist es umso wichtiger, die wenigen umweltbewussten Erzeuger zu unterstützen. Wenn Sie fair gehandelten Kaffee aus ökologischem Anbau kaufen, leisten Sie dazu einen Beitrag.

Bildrechte:  Sergej Seemann – Fotolia

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