Der perfekte Espresso – 10 Tipps

20. März 2012

Espressotasse Den perfekten Espresso, Cappuccino oder Latte zuzubereiten, ist eine wahre Kunst. Nicht umsonst absolviert ein italienischer Barista hierfür eine dreijährige Ausbildung. Um alle Faktoren wie die Wassertemperatur, den Mahlgrad der Kaffeebohnen oder die Brühdauer richtig einzustellen, braucht es eine Menge Gefühl. Deshalb ist der beste Tipp immer Üben, Üben, Üben. Es gibt jedoch ein paar Tricks und Kniffe, die bei der perfekten Zubereitung helfen.



Worauf Sie bei der Zubereitung unbedingt achten sollten

Der erste Schritt bei der Zubereitung ist die Wahl der richtigen Kaffeebohnen. Dabei müssen es nicht zwangsläufig Arabica Bohnen sein. Da diese langsamer wachsen, sind Arabica Bohnen zumeist deutlich teurer. Statt 100 Prozent Arabica können Sie beispielsweise auch eine Mischung mit Robusta Bohnen wählen. In jedem Fall sollten Sie den Kaffee richtig lagern. Um den Geschmack der Bohnen zu erhalten, sollten Sie diese kühl, trocken sowie licht- und luftgeschützt lagern. Ideal geeignet hierfür sind die klassischen Blechdosen. Es empfiehlt sich zudem Kaffeebohnen erst kurz vor dem Gebrauch zu mahlen, da gemahlener Kaffee schneller sein Aroma verliert. Aus diesem Grund sollte der Vorratsbehälter der Kaffeemaschine auch niemals komplett gefüllt werden. Da diese Behälter aus Kunststoff sind, geht hier das Aroma viel zu schnell verloren. Ein wesentlicher Faktor für einen guten Espresso ist der richtige Mahlgrad. Wenn Sie die Bohnen zu fein mahlen, dann führt dies zu einem Aufschwemmen des Kaffees, wodurch dieser nicht komplett durchfeuchtet wird. Zudem drohen Vollautomaten durch zu fein gemahlenen Kaffee zu verstopfen. Der richtige Mahlgrad findet sich nur über ausgiebiges Testen. Sie sollten dabei allerdings bedenken, dass sich bei Vollautomaten bis zu drei Portionen im Vorratsraum befinden. Somit wirkt sich eine Änderung des Mahlgrads erst verzögert aus.

Was sonst noch wichtig ist

Es gibt noch weitere Faktoren, die einen Einfluss auf die Qualität des Espressos haben. Hierzu zählen insbesondere auch die Brühzeit sowie die Brühtemperatur. Bei der Brühzeit gilt das Motto „weniger ist mehr“. Der Kaffee sollte nach Möglichkeit nur sehr kurz mit dem heißen Wasser in Berührung kommen. Wenn sie eine zu lange Brühzeit wählen, lösen sich die Aromen zu schnell auf und es bilden sich Säuren und Bitterstoffe. Einen echten Einfluss auf die Brühzeit haben Sie allerdings nur bei Handhebel-Maschinen sowie bei der klassischen Handfilter-Zubereitung. Sie können mittlerweile jedoch auch bei einigen Kaffee- und Espressoautomaten die Extrahierzeit beeinflussen. Für die richtige Brühtemperatur gilt die Faustregel, dass das Wasser sich kurz vor dem Kochen befinden soll. Idealerweise beträgt die Temperatur zwischen 91 und 95 Grad Celsius. Ein besonderes Kennzeichen für den perfekten Espresso ist die Crema. Hierbei handelt es sich um den Schaum auf der Oberfläche, welcher sich durch Öle und andere Inhaltsstoffe der Bohnen bildet. Perfekt ist die Crema, wenn Sie eine goldbraune Farbe besitzt und von unregelmäßiger Struktur ist. Fällt die Crema eher dunkelbraun aus, ist dies ein Zeichen für eine zu hohe Brühtemperatur. Eine graue Farbe hingegen zeugt von einer schlechten Qualität der Bohnen.

Übung macht den Meister

Wie Sie sehen, ist die Herstellung eines perfekten Espresso wirklich eine kleine Kunst. Wenn Sie eine gewisse Zeit geübt haben, dann werden Sie nach und nach das nötige Feingefühl für die richtige Zubereitung gewinnen. Was die verschiedenen Kaffeesorten und die einzelnen Einstellungen angeht, sollten Sie ruhig etwas experimentieren. Denn schließlich sind die Geschmäcker was einen guten Espresso betrifft ja auch verschieden. Zudem kann das Ergebnis je nach verwendeter Maschine auch voneinander abweichen. Wichtig ist vor allem, dass Sie mit dem erreichten Ergebnis zufrieden sind.

Foto von: pmphoto – Fotolia

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