Espressomühlen

9. November 2011

Espressomühlen

Der Espresso (esprimere: ausdrücken) stammt aus Italien (Mailand), wo um 1900 in Bars nur auf besonderen Wunsch das Getränk an einem Tresen zubereitet wurde. Bei der Herstellung des Espresso wird heißes Wasser mit hohem Druck über das Kaffeemehl „geleitet“. Bei einem guten 25 Milliliter Espresso werden innerhalb von 25 bis 30 Sekunden etwa 30 Milliliter Wasser (88 bis 92 Grad Celsius) mit einem Überdruck von acht bis zehn Bar durch sieben Gramm Espresso-Pulver bzw. –Mehl gedrückt.

Welche Kaffeevariationen gibt es?

Auf Grund seines aromatischen Geschmacks, sind der Espresso und seine Variationen, wie Caffè freddo, Caffé coretto, Caffé latte, Cappuccino, Latte Macchiato, heute in vielen Ländern Europas sehr beliebt. Nicht nur in den Restaurants und Cafés wird der Espresso angeboten, auch in den Haushalten wird der hochkonzentrierte Kaffe in den entsprechenden Espresso-Maschinen zubereitet. Für die Zubereitung ist das Espressopulver das A und O eines exzellenten italienischen Espresso.
Das bedeutet, dass eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen guten Espresso das richtige Mahlen (Mahlgrad) des Kaffees zum Espresso-Mehl ist. Von Bedeutung ist dabei, dass die stärker gerösteten Kaffeebohnen sehr fein, gleichmäßig, kalt gebrochen werden, um beim „Brühen“ möglichst viele Kaffeearomen frei setzen zu können. Mit dem Mahlvorgang erhält man das erforderliche, sehr feine Kaffeemehl. Dieses Brechen der Kaffeebohne ist nur mit einer guten Espressomühle, die es in verschiedenen Ausführungen gibt, möglich.

Welche Gründe sprechen für die Anschaffung einer Espressomühle?

Immer wieder wird die Meinung vertreten, man benötige eine Espressomühle nur dann, wenn man ganz frischen Espresso haben will, oder es gibt doch eine breite Produkt- und Angebotspalette von Espressopulver. Richtige ist es schon, dass durch das frische Mahlen des Kaffees auch frischer Kaffee bzw. Espresso hergestellt werden kann. Dennoch gibt es noch sehr viele Aspekte, die die Anschaffung einer Espressomühle rechtfertigen. Das in den Märkten angebotene Espresso-Pulver ist meist noch zu grob, so dass sich die Durchlaufzeit verlängert. Das gemahlene Kaffee-Pulver nimmt durch die Lagerung Luftfeuchtigkeit auf, was auch zu Veränderungen bei der Durchlaufzeit führt. Zudem verliert es noch wichtige Aromen, die sich im Geschmack äußern. Bereits nach einer Stunde verliert der gemahlene Kaffee sein Aroma und wichtige ätherische Öle, die für die Crema besonders wichtig sind. Für jeden Espresso-Spezialisten ist vorgemahlenes Kaffeepulver ein „no-go“.
Mit einer eigenen Espressomühle kann man die zu mahlende Menge Kaffe gut dosieren, den gewünschten Feinheitsgrad bzw. Mahlgrad des Pulver bzw. Kaffee-Mehls einstellen, so dass man später genau den Espresso genießen kann, so wie man es aus dem Italienurlaub oder vom Italiener um die Ecke gewöhnt ist.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Will man eine Espressomühle kaufen, sollte man auf Qualität achten und sich beim Fachhändler beraten lassen. Eine normale Kaffeemühle erreicht nie die feine Körnung, so wie es für einen guten Espresso erforderlich ist. Wichtig ist es, dass die Maschine die Kaffeebohnen nicht zerhackt, so wie es in einer normalen Kaffeemühle der Fall ist, sondern, dass in der Espressomühle die Bohnen zerrieben bzw. gebrochen werden, um homogene und großflächige Partikel erhalten zu können. Daher ist es wichtig, dass an der Espressomühle, mit Hilfe einer feinen Rasterung, der Mahlgrad einstellbar ist, der dann auch für die Güte des Espressos sorgt. Das heißt, der Mahlgrad muss so einstellbar sein, dass die Extraktionszeit innerhalb von 25 Sekunden abgeschlossen ist.
Diese feine Rasterung ist meist an etwas teureren Espressomühlen zu finden, die sich auch durch gute Verarbeitung und Bedienkomfort sowie eine Langlebigkeit auszeichnen.

Fotoquelle: Birgit Reitz-Hofmann – Fotolia

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