Kaffee: vom schnöden Muntermacher zum Lifestylegetränk

6. Januar 2012

Kaffee zum MitnehmenJeder Morgen beginnt mit einer guten Tasse Kaffee. Egal ob Schwarz oder mit Milch und Zucker. Der Kaffee hat sich in die Gesellschaft nicht nur als Wachmacher, sondern auch als Kultgetränk eingebracht. Heutzutage bekommt man wirklich so gut wie überall die verschie-densten Variationen, von Geschmackszusätzen bis hin zu fettarmen Sorten. Es gibt ihn in Form von Bohnen, Instant Pulver oder auch als Kaffeepulver in jedem Supermarkt zu kaufen. Die Kaffeeherstellung hat heute sogar einen eigenen Beruf hervorgebracht, in dem man in der Herstellung der verschiedenen Kaffeespezialitäten und Röstungen angelernt wird.

Die Entdeckung

Wie genau der Kaffee entdeckt wurde, weiß man auch heute noch nicht. Als Ursprungsland gilt jedoch die Provinz Kaffa in Äthiopien, wo der Kaffee im 9. Jahrhundert das erste Mal erwähnt wird. Damals hatte der Muntermacher aber keine flüssige Form, sondern die Kaffeekirschen wurden von den Nomaden zerstoßen, mit Fett vermischt und gegessen. Die westlichen Länder kamen erst im 17. Jahrhundert in den Genuss des Heißgetränks und in Venedig wurde Europas erstes Kaffeehaus eröffnet. Vorher wurde der Kaffee vor allem in der Türkei getrunken, wo aus der Röstung der Bohnen, wie dem gesamten Herstellungsprozess, schon damals eine Kunst wurde. Von hier aus wurde die ganze Welt auf das Heißgetränk aufmerksam und Kaffee ist auch heute nach Erdöl der zweitwichtigste Exportrohstoff der Welt.

Die Entwicklung

Zu den damaligen Zeiten war der Kaffeepreis sehr teuer, sodass nur Bürokraten und Aristokraten in den Genuss des Muntermachers kommen konnten. Der Kaffee wurde damals zum Mittag als vollwertige Mahlzeit ersetzt und später auch als Getränk zu anderen Speisen serviert. Für das ärmere Volk war Kaffee noch eine lange Zeit etwas Besonderes und wurde, gerade wenn man Gäste erwartete, in Sonntagsgeschirr und hochwertigem Porzellan serviert. Im Laufe der Jahre wurde der Kaffee auch für die unteren Bevölkerungsschichten erschwinglich, was an der schnelleren Produktion bzw. an dem schnelleren Anbau und dem günstigen Export lag. Die Kaffeebauern selbst haben aber auch heutzutage leider kaum etwas von dem Verkauf Ihrer Ernte und müssen jeden Cent zwei- oder sogar dreimal umdrehen. Es gibt natürlich viele Organisationen die sich gerade für die Kaffeebauern einsetzen, um auch diese am Erfolg teilhaben zu lassen, den der Kaffee einbringt.

Große Vielfalt

Für jeden Geschmack gibt es heutzutage wirklich alles, was das Herz begehrt. Von Geschmackszusätzen bis hin zu verschiedenen Röstungen und Mischungen kann man sich in vielen Läden seinen individuellen Kaffee zusammenstellen lassen. Gerade auf dem Weg zur Arbeit in den frühen Morgenstunden trifft man viele Menschen, die nur mit einem Coffee-to-go wach werden. Den Kaffee kann man sich heute wirklich nicht mehr aus der Gesellschaft wegdenken.

Foto: pink candy – Fotolia

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