Kleine Espressokunde – so trinken ihn echte Italiener

14. April 2014

Eines der beliebtesten Getränke in Italien ist natürlich der Caffè. Jede sich bietende Gelegenheit nutzt man dazu, das Getränk zu genießen, was hierzulande Espresso genannt wird. An jeder Straßenecke befinden sich kleine Bars, in denen man auf die Schnelle die aromatischen Schlucke zu sich nehmen kann –  Caffé gehört zu Italien wie Sonne, Oliven und Spagetti.

Die Unterschiede zum deutschen Kaffee

In Deutschland wird das gemahlene Kaffeepulver meist in ein Filterpapier gegeben und dann mit kochendem Wasser übergossen. In Italien hingegen wird der Kaffee nicht gefiltert. Der Dampf des hocherhitzten Wassers wird mit großem Druck durch das Kaffeepulver gedrückt. Das Wasser bekommt dadurch weniger Kontakt mit dem Pulver. Es lösen sich geringere Bitterstoffe aus dem Kaffee und dadurch wird das Getränk weitaus bekömmlicher. Bis vor wenigen Jahren waren in den italienischen Haushalten die Espressokocher, die man einfach auf den Herd stellte, üblich. Heutzutage werden immer häufiger elektrische Espressomaschinen benutzt. Bei diesen entscheidet die Höhe des Pumpendrucks über die Qualität des Espressos – der Druck sollte circa 15 bar betragen. Gute Espressi zeichnen sich durch eine feste Schaumkrone aus, diese wird als Crema bezeichnet. Die richtigen Bohnen für einen original italienischen Espresso bekommen Sie zum Beispiel hier.

Besonderheiten des Espressos

Wenn Sie einen Espresso bestellen, erhalten sie eine kleine Tasse, die nur zwei bis drei Schlückchen enthält. Eine noch kleinere – jedoch sehr starke – Portion erhalten Sie, wenn Sie einen Caffè corto oder Caffè ristretto bestellen. Der Caffè Lungo hingegen wird mit mehr Wasser getrunken (vier bis fünf Schlucke). Alkoholisch wird es mit dem Caffè corretto: dieser wird mit einem Schuss Grappa serviert. Zudem gibt es auch regionale Unterschiede: In Süditalien sind die Espressi dunkler, werden aber mit viel Zucker getrunken, in Norditalien dagegen heller und mit weniger Zucker.

Bevorzugen Sie eine größere Menge Kaffee, so müssen sie einen Cappuccino bestellen. Bei diesem Getränk wird ein normaler Espresso in eine große Tasse gefüllt. Dann wird aufgeschäumte Milch hinzugegeben, bis die Tasse kurz vor dem oberen Rand gefüllt ist. Auf die Schaumkrone wird noch etwas Kakaopulver gestreut. Der Cappuccino ist bei den Italienern besonders zum schnellen Frühstück beliebt. Man trinkt ihn dann zu einem Teighörnchen oder einer Focaccia.

Fazit

Mit dem Siegeszug der italienischen Küche hat sich auch der Espresso und der Cappuccino in Deutschland durchgesetzt. Diese italienischen Varianten des Kaffees möchte niemand mehr missen.

Image: Thinkstock, iStock, LennartK

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